Am Mittwoch (03.12) durfte ich gemeinsam mit Hans-Werner Werder erneut die Betzdorfer Tafel besuchen – ein Ort, der weit mehr ist als eine Ausgabestelle für Lebensmittel.
Die Tafel ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer sozialen Infrastruktur und leistet einen Beitrag, ohne den viele Menschen in unserer gesamten Region ihren Alltag kaum bewältigen könnten.
Die Tafel Betzdorf wird in enger Kooperation mit der Caritas betrieben. Alle administrativen Abläufe – von der Prüfung der Berechtigung bis hin zur Aufnahme – laufen über die Caritas. Derzeit sind 120 Bedarfsgemeinschaften zugelassen, im Durchschnitt rund 2,5 Personen pro Haushalt. Damit versorgt die Tafel etwa 300 Menschen aus Betzdorf und allen umliegenden Verbandsgemeinden.
Getragen wird dieses große Projekt von einer beeindruckenden Zahl an Engagierten:
Rund 65 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer arbeiten in vier Gruppen. Jede Woche stehen 15 bis 20 Ehrenamtliche bereit, um Sortierung, Vorbereitung und Ausgabe zu stemmen. Dieses Engagement verdient größten Respekt – ohne sie gäbe es die Tafel nicht.
Die Nachfrage ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Bei der Caritas gibt es bereits eine Warteliste. Und obwohl jede Person für die mitgenommenen Lebensmittel 1 Euro bezahlt, reicht das Angebot längst nicht mehr aus, um allen Bedarfen gerecht zu werden.
Eine der größten Herausforderungen: Es stehen nicht mehr genügend Lebensmittel zur Verfügung, um die wachsende Anzahl an Menschen angemessen zu versorgen.
Gerade deshalb zeigt der heutige Besuch erneut:
- Die Tafel ist ein wichtiger Anker für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
- Sie braucht unsere Unterstützung – sei es durch Lebensmittelspenden, ehrenamtliches Engagement oder strukturelle Hilfen.
Mein Dank gilt allen, die diese Arbeit Woche für Woche möglich machen. Sie halten unsere Gesellschaft zusammen, ganz praktisch und ganz menschlich.



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